Süsse Pierogi sind eine beliebte Variation des klassischen polnischen Gerichts, traditionell serviert mit Früchten im Sommer oder mit einer Mohnfüllung zu Weihnachten in Polen. Eine kreative Erweiterung dieses traditionellen Rezepts sind Pierogi mit Lotus- und Oreo-Füllungen, eine Idee meiner Tochter, die besonders bei Kindern gut ankommt. Als Topping rate ich zu einer Mischung aus Keksen, Karamell und Schokoladensauce, um den süssen Charakter dieser Pierogi zu unterstreichen – und weil es einfach hübsch aussieht.
Wichtig bei der Zubereitung von Pierogi ist, dass die Füllung kompakt und nicht flüssig ist. Dies erleichtert das Formen der Pierogi erheblich. Die Vielseitigkeit des Rezepts ermöglicht es, mit verschiedenen Füllungen zu experimentieren, solange sie die Konsistenz beibehalten, die sich gut formen lässt.
Pierogi könnt ihr auch gut einfrieren: Lasst sie zuerst abkühlen auf einem Gitter und gebt sie dann in den Tiefkühler. Wichtig ist, dass sie nebeneinander sind oder getrennt durch Backpapier in einer Box, damit sie nicht zusammenkleben. Sobald sie hart sind, kann man sie zusammen in einen Sack geben, was weniger Platz braucht. So bereite ich jeweils Pierogi für Weihnachten vor.
Viel Spass beim Experimentieren!

Zutaten
Method
- Den Mohn mit dem Honig und der Milch aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Auskühlen lassen (sonst wird der Käse flüssig)
- In der Zeit die Kekse separat in einem Food Processor zerkleinern
- Den Käse in drei Teile aufteilen
- Die erste Käseportion mit dem Lotus vermischen und mit Zucker abschmecken
- Wiederholen mit der Oreo und der Mohnfüllung, sobald diese ausgekühlt ist
- Mehl (etwa 5% davon zur Seite schieben), Wasser und Butter in eine Schüssel geben und so lange kneten, bis alle Zutaten verbunden sind
- Aus der Schüssel nehmen und so lange durchkneten, bis der Teig elastisch ist und sich einfach kneten lässt
- Sollte der Teig zu klebrig oder zu trocken sein, etwas Wasser bzw. Mehl dazugeben
- Teig zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen
- Den Teig in drei Portionen aufteilen. Mohn in einen Teil des Teigs einarbeiten
- Kekse separat in einem Food Processor zerkleinern und jeweils in einen der anderen beiden Teigteile einarbeiten
- Teig möglichst dünn auswallen oder durch die Pastamaschine lassen (Dicke: 5 von 9). Kreise mit einem Glas oder einem Servierring ausstechen. Den Teig portionsweise verarbeiten und jeweils unter dem Tuch lassen, damit dieser nicht austrocknet
- Ein elastischer Teig sollte nicht kleben auf der Arbeitsfläche. Falls ihr die Arbeitsfläche doch bemehlt, dann schaut, dass auf die Seite, auf die die Füllung kommt, kein Mehl kommt – sonst kleben sie nicht
- Etwas Füllung – etwa einen Teelöffel – in die Mitte geben. Den Teig gegebenfalls leicht ziehen und oben, links und rechts zusammendrücken, dann ringsherum zumachen (siehe Video)
- Deko: Mit einer Gabel am Rand ein Muster reindrücken. Wer etwas Übung hat, kann den Rand eindrehen. Hier fängt man an einer Ecke an und arbeitet sich bis ans andere Ende vor. Dabei wird immer etwas Rand von aussen nach innen gedreht. Trockenübung: Den Daumen an der Kuppe des Zeigefingers entlangreiben (siehe Video)
- Das Wasser aufkochen, gut salzen, jeweils etwa 10 Pierogi auf’s Mal kochen, damit das Wasser nicht die Temperatur verliert
- Sobald die Pierogi oben schwimmen, mit einer Schaumkelle rausnehmen & warm halten oder aber auf ein Gitter legen, um sie abzukülen und später einzufrieren. Mit restlichen Pierogi wiederholen
- Mit dem Topping garnieren & servieren. Sie schmecken warm besser als kalt – sollten sie doch kalt werden, kann man die Pierogi vor dem Servieren nochmals kurz ins heisse Wasser geben













