Pierogi sind die unbestrittenen Stars der polnischen Küche. Sie bieten eine Vielzahl von Füllungen, von traditionell mit Käse und Kartoffel, Pilz und Sauerkraut oder Fleisch, bis hin zu modernen Varianten wie Spinat-Feta oder süssen Heidelbeerpierogi. Jeder Bissen ist ein kulinarisches Erlebnis für den Gaumen. Ob man sie lieber weich gekocht direkt aus dem Wasser geniesst oder knusprig in der Pfanne mit Butter brät, bleibt jedem selbst überlassen. Pierogi sind in beiden Varianten ein wahres Fest für den Gaumen. Die Zubereitung von Pierogi erfordert Sorgfalt und Geschick, da der Teig sorgfältig vorbereitet und die Füllung sorgfälltig eingearbeitet werden muss. Doch der Aufwand lohnt sich, denn das Ergebnis ist köstlich und vielfältig.

Pierogi könnt ihr auch gut einfrieren: Lasst sie zuerst abkühlen auf einem Gitter und gebt sie dann in den Tiefkühler. Wichtig ist, dass sie nebeneinander sind oder getrennt durch Backpapier in einer Box, damit sie nicht zusammenkleben. Sobald sie hart sind, kann man sie zusammen in einen Sack geben, was weniger Platz braucht. So bereite ich jeweils Pierogi für Weihnachten vor.

Zubereitungszeit 2 Minuten
Gesamtzeit 2 Minuten
Portionen: 50 Stück (mit Pastamaschine bis 80 Stück)
Gericht: Nachspeise
Küche: Polnisch

Zutaten
  

Füllung
  • 2 EL Mehl
  • 500 gr mehligkochende Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 250 gr polnischen weissen Käse (Twarog) Weisser Käse oder Labneh oder 250 gr Halbfettquark
  • 1 TL Butter
  • Salz & Pfeffer
Teig
  • 500 gr Halbweissmehl
  • 30 gr Öl oder Butter
  • 250 – 280 ml heisses Wasser je nach Mehl braucht es mehr oder weniger Wasser
  • 1 TL Salz
Topping
  • Butter oder Öl und Zwiebeln

Method
 

Füllung
  1. Kartoffeln waschen, schälen, weichkochen & abkühlen
  2. Zwiebeln schälen, kleinhacken und ca. 5 Minuten in der Butter glasig kochen
  3. Kartoffeln durch die Kartoffelpresse lassen
  4. Alles zusammen mit den restlichen Zutaten vermengen und würzen
Teig & Finalisierung
  1. Mehl (etwa 5% davon zur Seite schieben), Wasser und Butter in eine Schüssel geben und so lange kneten, bis alle Zutaten verbunden sind
  2. Aus der Schüssel nehmen und so lange durchkneten, bis der Teig elastisch ist und sich einfach kneten lässt
  3. Sollte der Teig zu klebrig oder zu trocken sein, etwas Wasser bzw. Mehl dazugeben
  4. Teig zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen
  5. Teig möglichst dünn auswallen oder durch die Pastamaschine lassen (Dicke: 5 von 9). Kreise mit einem Glas oder einem Servierring ausstechen. Den Teig portionsweise verarbeiten und jeweils unter dem Tuch lassen, damit dieser nicht austrocknet
  6. Ein elastischer Teig sollte nicht kleben auf der Arbeitsfläche. Falls ihr die Arbeitsfläche doch bemehlt, dann schaut, dass auf die Seite, auf die die Füllung kommt, kein Mehl kommt – sonst kleben sie nicht
  7. Etwas Füllung – etwa einen Teelöffel – in die Mitte geben. Den Teig gegebenfalls leicht ziehen und oben, links und rechts zusammendrücken, dann ringsherum zumachen (siehe Video)
  8. Deko: Mit einer Gabel am Rand ein Muster reindrücken. Wer etwas Übung hat, kann den Rand eindrehen. Hier fängt man an einer Ecke an und arbeitet sich bis ans andere Ende vor. Dabei wird immer etwas Rand von aussen nach innen gedreht. Trockenübung: Den Daumen an der Kuppe des Zeigefingers entlangreiben (siehe Video)
  9. Das Wasser aufkochen, gut salzen, jeweils etwa 10 Pierogi auf’s Mal kochen, damit das Wasser nicht die Temperatur verliert
  10. Sobald die Pierogi oben schwimmen, mit einer Schaumkelle rausnehmen & warm halten oder aber auf ein Gitter legen, um sie abzukülen und später einzufrieren. Mit restlichen Pierogi wiederholen
  11. Mit dem Topping garnieren & servieren. Sie schmecken warm besser als kalt – sollten sie doch kalt werden, kann man die Pierogi vor dem Servieren nochmals kurz ins heisse Wasser geben
Topping
  1. (Speck in Würfel schneiden und in Öl anbraten – hier nicht sparen, es geht ja um eine „Sauce“)
  2. Zwiebeln klein hacken und dazugeben
  3. Mit Salz und Pfeffer gegebenfalls nachwürzen
  4. In einem Schälchen zu den Pierogi reichen

In der Schweiz kann man in den Läden weder polnischen Käse noch Topfen kaufen. Quark ist zu flüssig als Ersatz für weissen Käse. Hier ein Rezept für Labneh und hausgemachten weissen Käse:

Rezept Labneh & weisser Käse als Alternative